Mittwoch, 16. Februar 2011

ARBEITSPLATZ ::: ZUM HEIMATHAFEN



Weiter geht es auf der Schreibtisch-Rundfahrt.
Heute mit Alexander Hanke aus Hamburg,
und seinem Label Zum Heimathafen.
Viel Spaß!

Was ist Zum Heimathafen?

Zum Heimathafen ist ein Label für Bedrucktes.
Es ist eine Spielstätte für visuelle Konstrukte und Ausgangspunkt
für die Kunst von Eno Trams. Es gibt kein No Go bei Zum Heimathafen,
alles ist erlaubt, bis auf die Tatsache, dass etwas nicht umwelt- oder
sozialverträglich ist.

Wie lange gibt es Dein Label?
Das Label gibt es seit dem Sommer 2009, wo erstmals T-Shirts und
Illustrationen bei einer Ausstellung der Urbanpiraten in Magdeburg
vorgestellt wurden.

Wie kam es dazu?
Wie kam es wozu? Das H&M versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen?
Das uns die Berggorillas egal sind, weil unser Telefon eine App dafür hat?
Das wir die Bienen ausrotten und uns gleich mit?
Oder einfach, dass es das Label gibt?
Auf vieles habe ich keine Antwort, aber auf das Warum zum Label schon.
Es entstand durch Zufall irgendwie. Ich hatte schon eine Weile Shirts
für Bands gemacht und die kamen ganz gut an. Dann meinten Freunde,
ob ich nicht Lust hätte einfach die Bandnamen wegzulassen,
sie würden den Kram kaufen. Nun ja, gesagt, getan und irgendwie hab' ich
dann nicht nur meine Freunde mit neuen Shirts versorgt.
Später kamen dann verschiedene andere Produkte hinzu, wo ich dachte,
dass brauch' man doch oder andere fragten, ob man das nicht gebrauchen
könnte.

Betreibst Du Dein Label hauptberuflich?
Nee, Zum Heimathafen ist mehr so ein Hobby für das man kein Geld ausgibt,
weil ja auch welches reinkommt, ein sehr zeitintensives Hobby und manchmal
auch ein Job. Es trägt ein wenig dazu bei, dass ich besseres Equipment kaufen
kann und im Sommer mal ein Eis und das ist völlig ok so.
Denn die Butter auf dem Brot kommt durch die Arbeit als Gebrauchsgrafiker
für verschiedene Agenturen oder Kunden. Die benötigen mal einen Flyer,
eine Broschüre, eine schicke Verpackung, Briefpapier und was man sonst so braucht.

Was inspiriert Dich?
Ich glaube das ist eine Mix aus Natur und schöner Gestaltung.
Draußen ist es doch am schönsten oder wie ging der Spruch?
Das stöbern durch gut gestaltete Flyer, Bücher oder Internetseiten
gehört aber genauso dazu. Dennoch - nichts ersetzt einen inspirierenden
Spaziergang. Mach ich leider viel zu selten, ich muss ja immer arbeiten ):

Hast Du Tipps für andere Selbermacher?
Ist eher ein Tipp für wollende Selbermacher, denn Selbermacher
machen es schon richtig, denn sie machen. Vielen ist die Schere im Kopf
die größte Hürde, ich kenne das auch und es ist ein ewiger Kampf,
aber das macht die Sache so interessant. Viele überlassen anderen
das Feld, wenn es um die Gestaltung des Lebens geht, im schlimmsten Fall
irgendwelchen Konzernen.
DIY ist das Beste was einem passieren kannund gleich danach der Zufall.

Deine drei Lieblingsblogs?
Um ehrlich zu sein, ich lese gar nicht so regelmäßig Blogs, wenn dann vielleicht:
+ The Dieline
+ Design is kinky

Eine Homepage die ich fast täglich besuche wäre: Pitchfork.


Kommentare:

  1. ich liiiiiebe eure sparte für arbeitsplätze!;))
    freu mich jedes mal aufs sichten.:)

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  2. Danke Dir! Und ich freue mich ehrlich über jeden Kommentar; manchmal denkt man ja, das liest hier eh keiner außer mir! Weitere Plätze folgen :)

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